Lessons Learned beim Erstellen unseres eLearning Kurses

Ein musizierendes Tierchen mit einem Blechblasinstrument.

Es folgt „Lessons Learned“ mit meiner lieben Kollegin (liebevoll immer genannt) „Betti“ aus meinem Masterstudiengang „Angewandtes Wissensmanagement“ an der FH Burgenland.

Die ganze Story (5 Minuten Lesezeit)
Das Wesentliche (1 Minute Lesezeit) sind die eingerückten 
"Das möchten wir mitgeben"-Abschnitte unter Lessons Learned.

Lehrlinge der Generation Z

Unsere jetztigen Lehrlinge gehören zum Großteil der Generation Z an. Sie sind in einer digitalen Welt aufgewachsen. Der Umgang mit digitalen Technologien ist selbstverständlich. Ein Smartphone gehört einfach zum Alltag dazu. Vernetzung und Kommnuikation haben dabei einen hohen Stellenwert.

Die Generation Z ist ständig online, ein unlimitiertes Datenvolumen ist wichtiger als Freiminuten zum Telefonieren bei Vertragsabschlüssen mit Mobilkunkanbietern. Sie nutzen Social Media Kanäle wie Snapchat oder Instagram. Sie lernen und lehren mit YouTube. Und sie bewegen sich mit Avataren in sozialen virtuellen Welten.

Ein junger Mensch, der sich heute für eine Lehre entscheiden muss, sollte die durch den Umgang mit Digitalisierung und ihren Technologien erlangen Kompetenzen nutzen, um die gewünschte Lehrstelle zu bekommen. Diesen Gedanken wollten meine Kollegin Betti weiter ausführen, als wir einen eLearning Kurs für eine Zielgruppe unserer Wahl im Rahmen des Faches eLearning realisieren sollten.

„Digital policy for everday life“…

war das Thema und der Denkanstoß unserer Aufgabenstellung im 2. Semester. Wir mussten (nur!) zu zweit im Team innerhalb von (nur!!) drei Monaten einen eLearning Kurs mit Moodle auf die Beine stellen. Diese am Anfang eher unmöglich zu bewältigende Herausfoderung haben Betti und ich mittlerweile geschafft. Wie wir das gemeistert haben und welche Dinge wir eventuell anders gemacht hätten, haben wir in Four Lessons Learned zusammengefasst.

Ein Screenshot eines Abschnitts unserer Moodle-Kurses für Lehrlinge. Uns war es wichtig auch gute Bilder auszuwählen. Diese sollten die Aufmerksamkeit der Zielgruppe bekommen.
Ein Screenshot eines Abschnitts unseres Moodle-Kurses für Lehrlinge. Uns war es wichtig auch gute Bilder auszuwählen. Diese sollten für die Aufmerksamkeit der Zielgruppe sorgen. Außerdem war es uns wichtig Bewusstsein für den richtigen und vorsichtigen Umgang des Internets zu schaffen. Das war Schwerpunkt der zweiten Lernwoche unseres Moodle-Kurses. Mehr Infos findest du unter www.staysafe.at.

Four Lessons Learned

1. Planung ist alles

Besonders Aufgaben mit hohem Workload sollten gut durchdacht und strukturiert angegangen werden. Ich hatte richtig Glück, dass ich Betti mit ihrer Projekterfahrung im Team hatte. Ihr sind immer die Schritte klar. Zusätzlich hat sie ein gutes Gefühl für den Zeitaufwand von Aufgaben und ist einfach eine Macherin.

Im eLearning Kurs hatten wir eine genaue Vorgabe, wie wir vorgehen mussten. Nach der Themnfindung war ein Grobkonzept des eLearning Kurses, gefolgt von einem Feinkonzept zu erstellen. Diese wurden gemeinsam mit Robert Schrenk – unserem Kursleiter für eLearning – besprochen, um möglichen Denkfehlern entgegenzuwirken und gegebenfalls zu korrigieren. Besonders das Drehbuch war nicht einfach.

Anfangs empfand ich den Detailgrad der einzelnen Schritte für etwas übertrieben. Jedoch muss ich jetzt sagen: Keine Mühe war zu viel. Jedes geplante Wort hat uns unserem Ziel näher gebracht und uns bei der eigentlichen Arbeit im Moodle geholfen.

Das möchten wir mitgeben: Je mehr Arbeit du in die Konzeption investiert, desto weniger Schwierigkeiten werden sich bei der Implementierung ergeben. Dein Workload ist übersichtlicher und die Arbeit fällt dir leichter. Allein das ist die Mühe wert.

2. Probieren geht über Studieren

Moodle ist tatsächlich eine LERNplattform. Es ist wichtig sich parallel oder sogar schon vor der Konzeptionsphase eines Kurses mit den Gestaltungsmöglichkeiten von Moodle auseinanderzusetzen. Moodle lebt von seinen Aktivitäten (auch gerne eTivities genannt). Diese fördern das Lernen und fordern (auf positive Art und Weise) die Teilnehmenden. Ein eLearning Kurs ist nicht bloß eine Ansammlung von PDFs, die Teilnehmenden zur Verfügung gestellt werden und am Ende als Prüfungsstoff gelten. Nein. Ein eLearning Kurs soll zur Interaktion und Reflexion animieren.

Ziel sollte es immer sein einen kooperativen und inklusiven Lernraum zu schaffen. Es sollten alle Teilnehmenden abgeholt werden und die Möglichkeit haben zu interagieren. Dazu sollten die Aktivitäten von Moodle überlegt eingesetzt werden und so früh wie möglich detailiert eingeplant werden.

Das möchten wir mitgeben: Die eTivities sind erfolgsentscheidend für deinen Kurs. Setze sie gezielt und sinnvoll ein. Dafür musst du diese kennen und nutzen können. Erstelle Fake-Teilnehmende oder verteile Fake-Rollen und lerne den vielfältigen Umgang mit Moodle. Am besten ist einfach ausprobieren und selbst die gestellten Aufgaben lösen.

3. Voneinader lernen & gemeinsam reflektieren

Da wir den Kurs im Rahmen eines Studiums erstellt haben, hatten wir die Möglichkeit uns mit allen anderen Studierenden auszutauschen. Wir haben uns gegenseitig auf die besonders gut funktionierenden und praktischen Aktivitäten von Moodle aufmerksam gemacht und uns Tipps gegeben.

Wir hatten auch die Aufgabe uns mit einem Screencast gegenseitig Moodle-Aktivitäten zu erklären. Anschließend haben wir die Aufbereitung und den Inhalt der Screencast bewertet. Besonders wertvoll war der Austausch über die Sinnhaftigkeit der Aktvitäten. Da wir sehr viele Pädagog*innen als Kolleg*innen haben, konnten wir sehr viel mitnehmen.

Das möchten wir mitgeben: Sprich mit deinem Umfeld! Grad was Thema Lernen betrifft, wir alle kennen es. Auch gibt es viele die Moodle oder andere elearning Plattformen verwendet haben. Frage nach welcher Kurs gut war und warum? Welche Aktivitäten wurden genutzt? Welche Aufgaben hat es gegeben?

4. Tu es einfach!

Wir alle haben in unseren Leben gelernt – auf allen möglichen Arten und mit verschiedensten Menschen. Wir haben sehr viele Erfahrungswerte über wie Lernen funktioniert. Dinge wie Lernmotivation, Druck und Leistung  haben die meisten erlebt. Dieses Erfahrungswissen sollten wir nutzen. Wenn eine bestimmte Methode meine Lernmotivation steigert, warum sollte ich sie nicht einsetzen? Bestimmt bin ich nicht die einzige Person, die sich durch diese motiviert fühlt.

Das möchten wir mitgeben: Du hast Erfahrung mit Lernen – nutze diese! Wenn dich unkonventionelle Dinge zum Lernen motivieren und deine Aufmerksamkeit steigern, warum sollte ihre Nutzung verkehrt sein? Solange du den roten Faden nicht verlierst, kannst du solche unkonventionellen Elemente einbauen. Grad (lustige) Fotos oder Videos sind einfach via eLearning zu vermitteln. Sorge für eine frische Abwechlung. Vergiss nicht: Lernen darf Spaß machen!

Ich mag musizierende Tierchen, bei Betti bin ich mir nicht so sicher, was magst du? Was motiviert dich beim Lernen?
Vier Affen sitzen um ein Flügel und musizieren.
Vier Affen sitzen um ein Flügel und musizieren. CCO Creative Commons Pixabay

Weiterführende Links

Betti’s Blog

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